Lena: Ein Funke in der Asche von Steffen Wittenbecher

Kann Lena die Ketten sprengen, die nicht nur um ihren Körper, sondern tief um ihre Seele geschmiedet sind? Hat sie die Kraft, dem Mann zu entkommen, der schwor, sie zu lieben, und droht, sie zu vernichten?

Hinter der glänzenden Fassade einer Vorzeigeehe lauert Lenas persönliche Hölle. Ihr Mann Sven, ein charismatischer und erfolgreicher Architekt, ist ein Meister der seelischen Grausamkeit. Sein Lächeln ist eine Maske, seine Zuneigung ein vergifteter Köder in einem perfiden Spiel um absolute Kontrolle, das Lena Stück für Stück ihres eigenen Ichs beraubt.

Jahrelang ist sie nur noch ein Schatten, gefangen in einem unsichtbaren Netz aus Manipulation, Demütigung und Angst, bis sie an ihrer eigenen Wahrnehmung zerbricht. Doch als ein unerwartet aufgeschnapptes Wort – Narzissmus – und die plötzliche Rückkehr ihres Jugendfreundes Mark einen fast erloschenen Funken in ihr entzünden, beginnt ein verzweifelter Kampf.

Svens Reich verlässt man nicht ungestraft. Jeder Schritt in Richtung Freiheit wird mit unerbittlicher Brutalität beantwortet. Ihre Flucht wird zu einem Wettlauf gegen die Zeit, zu einem Tanz am Rande des Abgrunds, bei dem jeder Fehler tödlich sein kann und die Grenzen zwischen Retter und Gefahr verschwimmen.

„Lena“ ist ein Psychothriller, der unter die Haut geht – eine Geschichte über die tiefsten Abgründe menschlicher Kontrolle, den unbezwingbaren Willen zu überleben und die Frage, ob nach Jahren der Dunkelheit ein neuer Morgen anbrechen kann.

Lena ein Psychothriller von Steffen Wittenbecher

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Buchdetails

Taschenbuch
ISBN: 979-8286095889
Seitenzahl: 234
Verlag: S.W.
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2025
Preis: 10,99 Euro

Kindle Ausgabe
ASIN: B0FBL385V2
Verlag: S.W.
Erscheinungsdatum: 01. Juni 2025
Preis: 2,99 Euro

Über den Autor/die Autorin

Name des Autors:
Steffen Wittenbecher

Der Autor auf Amazon:
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Mehr Informationen zum Autor:
Wenn der Alltag für mich verblasst und die Stille meiner freien Stunden einkehrt, entfaltet sich in mir eine ganz besondere Passion: das Erschaffen ganzer Universen allein durch die Kraft der Worte. Ich widme meine Freizeit dem kunstvollen Weben von Geschichten, dem Entwickeln vielschichtiger Charaktere, die für mich lebendig werden, die lachen, lieben und leiden, und dem Entwerfen von Schauplätzen, die so detailreich sind, dass ich sie selbst fast vor Augen sehe.

Für mich ist das Schreiben mehr als nur ein Hobby; es ist ein tiefes Eintauchen in die Mechanik des Erzählens, eine hingebungsvolle Reise, bei der aus einer anfänglichen Idee in meinem Kopf ein komplexes Geflecht aus Handlung, Emotionen und überraschenden Wendungen entsteht. Jede freie Minute, die ich dem Schreiben widme, ist für mich wie ein Pinselstrich auf einer größeren Leinwand, ein weiterer Schritt auf dem Weg, eine innere Vision Realität werden zu lassen. Diese Tätigkeit ist für mich nicht nur ein wunderbarer kreativer Ausgleich, sondern auch eine Quelle unerschöpflicher Freude und die schönste Möglichkeit, meinen Gedanken und Fantasien eine bleibende Form zu geben.

Herzliche Grüße,

Steffen Wittenbecher

Leseprobe

Kapitel 1: Der Geschmack von Asche
Die Matratze neben mir ist leer und kalt, obwohl es kaum eine Minute her ist, dass er sich von mir heruntergerollt hat. Er ist einfach aufgestanden, ins Bad gegangen. Kein Wort. Das leise Summen seiner elektrischen Zahnbürste dringt jetzt durch die geschlossene Tür, ein surreales Geräusch nach dem, was gerade passiert ist. Ich liege noch immer auf dem Bauch, das Gesicht ins Kissen gepresst, das feucht ist von Tränen, die ich nicht habe kommen sehen, oder vielleicht doch. Der Schmerz zwischen meinen Beinen ist ein dumpfes, heißes Pochen, eine brutale Erinnerung an die letzten zehn Minuten, in denen er sich genommen hat, was er wollte, ohne Rücksicht, ohne auch nur den Anschein von Zärtlichkeit. Er hatte mich einfach umgedreht, meine Beine auseinandergedrückt. Mein leises „Nein, Sven, bitte nicht so“ hatte er überhört oder ignoriert, wie er so vieles ignoriert, was von mir kommt. Dann war er eingedrungen, schnell und hart. Ich habe mich verkrampft, versucht, mich der Situation irgendwie zu entziehen, mich in eine Ecke meines Verstandes zu flüchten, während er seinen Rhythmus fand und beibehielt, bis er fertig war. So geht es oft ab. Dieses Ausgeliefertsein, dieses Gefühl, nur ein Körper zu sein, ein Instrument für seine Bedürfnisse. Und danach diese Leere, dieses schmerzhafte Bewusstsein, dass das hier nichts mit dem zu tun hat, wonach ich mich so sehr sehne.
Das schrille Piepen des Weckers auf Svens Nachttisch reißt mich aus den düsteren Gedanken. Sechs Uhr dreißig. Ein neuer Tag beginnt, als wäre nichts gewesen. Ich höre, wie die Dusche im Bad angeht. Langsam, mit schmerzendem Kreuz, zwinge ich mich aus dem Bett. Mein Körper fühlt sich geschunden an, meine Seele noch mehr.
Als ich später in die Küche komme, sitzt Sven bereits am großen, weißen Esstisch, perfekt gekleidet in einem seiner maßgeschneiderten Hemden, das Tablet vor sich. Der Duft seines Kaffees – stark, ohne Zucker, wie immer – erfüllt den sterilen Raum. Ich beginne, sein Frühstück zuzubereiten, die Bewegungen sind automatisiert. Vier Toastscheiben, goldbraun, nicht zu dunkel. Auf dem Porzellanteller im 45-Grad-Winkel zur Tasse. Er blickt nicht auf, als ich es ihm hinstelle. Kein „Guten Morgen“, kein Blick, der verrät, dass er sich an irgendetwas von letzter Nacht erinnert oder es auch nur für erwähnenswert hält. Für ihn ist es abgehakt, erledigt. Normalität.
„Die Zahlen für das Quartal sehen exzellent aus“, sagt er nach einer Weile, den Blick fest auf sein Tablet gerichtet. „Ich habe gestern Abend noch die Präsentation für das Meeting mit den Investoren überarbeitet. Wird sie umhauen.“
Ich nicke stumm, stelle meine eigene Tasse mit Tee ab, den ich kaum herunterbekomme. In meinem Inneren ist ein Knoten, der sich immer enger zieht. Diese alltägliche Ignoranz seinerseits, dieses komplette Ausblenden meiner Gefühlswelt, ist manchmal schwerer zu ertragen als die Übergriffe selbst. Ich fühle mich wie eine Hülle, die funktioniert, während mein Inneres nach einem liebevollen Wort schreit, einer zärtlichen Berührung, die nicht fordert, sondern gibt. Nach Liebe.
Sven trinkt seinen Kaffee aus, steht auf, richtet die Manschettenknöpfe an seinem Hemd. „Ich bin spät dran. Sorge dafür, dass meine Anzüge für die Geschäftsreise nächste Woche aus der Reinigung geholt werden. Die Liste liegt auf meinem Schreibtisch.“ Ein flüchtiger Kuss auf meine Stirn, kühl und bedeutungslos wie immer, dann ist er aus der Tür. Das Klicken des Schlosses hallt in der Stille des großen Hauses nach.
Ich bleibe noch eine Weile am Esstisch sitzen, umgeben von der makellosen, kalten Pracht unserer Küche, die sich eher wie ein Operationssaal anfühlt als wie das Herz eines Zuhauses. Jeder Gegenstand ist von Sven ausgewählt, jede Oberfläche glänzt. Es gibt keine persönlichen Nichtigkeiten, keine warmen Farbtupfer, die von mir erzählen könnten. Nur seine Ästhetik, sein Anspruch.
Langsam stehe ich auf, mein Körper schmerzt immer noch von letzter Nacht, ein dumpfes Unbehagen, das mich bei jeder Bewegung daran erinnert. Ich räume Svens Geschirr weg, spüle seine Tasse. Meine Hände zittern leicht. Beim Wegräumen der Milch fällt mein Blick auf das kleine, handgetöpferte Zuckerdöschen auf dem Regal, das dort seit Jahren unbenutzt steht. Lindgrün mit winzigen, unregelmäßigen blauen Punkten. Ein Geschenk von Mark. Lange her, aus einer anderen Zeit, einem anderen Leben, als mein Lachen noch nicht erstickt war. Mark, der immer so viel Zucker in seinen Kaffee getan hat, dass ich ihn damit geneckt habe. Die Erinnerung an sein offenes Lachen, die Wärme in seinen Augen, ist wie ein winziger, schmerzhafter Stich in meinem Herzen. Ein Kontrast, so hell und klar zu dem Dunkel, das mich jetzt umgibt, dass es fast unerträglich ist. Ich schiebe den Gedanken schnell weg. Solche Erinnerungen sind gefährlich, sie nähren eine Hoffnung, die ich mir nicht erlauben darf.

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