Verdunklung erzeugt Angst.
Angst führt zu Hass.
Hass verbrennt dein Herz.
Die Welt wurde von der Dämonengöttin Avangelina verflucht. Das Netz der Verbundenheit ist zerrissen. Seither leben Menschen und Dewas in einer Illusion. Der Fluch ist schnell und verführerisch und so ist es ein Leichtes für Avangelina, die Völker immer tiefer in die Irre zu führen.
Die 21-jährige Diana erschießt einen plündernden Dewa. Im Todeskampf vergiftet er sie. Um ein Heilmittel zu finden, reist sie in das verbotene und gefährliche Land der Dewas. Dort trifft sie auf den gewitzten Maawiya, dem Bruder des Dewas, den sie getötet hat.
Ihr wird bewusst, dass der Hass in ihrem Herzen ihr Leben zu zerstören droht. Verzweifelt nimmt sie den Kampf gegen ihre dunklen Emotionen auf, doch der Fluch ist ein mächtiger Gegner. Avangelina ist nicht gewillt, auch nur ein Wesen aus der Illusion zu entlassen, schon gar nicht Diana.
Buchdetails
Buchkategorie/Genre: Dystopien, Reihen & Sammelbände, Fantasy & Romantasy
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-690-28723-4
Seitenzahl: 506
Verlag: Nova MD
Erscheinungsdatum: 02.04.2026
Preis: 25,00 Euro
Kindle Ausgabe
ASIN: B0GQTMLQ1P
Verlag: Amazon KDP
Erscheinungsdatum: 02.04.2026
Preis: 4,99 Euro
Über die Autorin
Name der Autorin:
Beate Müller
Webseite der Autorin:
www.beate-mueller-schreibt.de
Die Autorin im Social Media:
Author Central: www.amazon.de/Beate-Müller
Instagram: @beate.mueller.fantasyautorin
Links: www.links.novamd.de/Illusion
Mehr Informationen zur Autorin:
Hallo, schön das du dich für mich interessiert!
Mein Name ist Beate Müller und ich wurde 1977 in Bayern geboren. Nach meiner Berufsausbildung zur Hauswirtschafterin habe ich ein ökologisches Jahr in Australien gemacht, um danach auf dem zweiten Bildungsweg zu studieren und als Umweltingenieurin abzuschließen. Jetzt arbeite ich im öffentlichen Dienst.
Ich war ein wildes Kind und hatte mit Lesen und Schreiben nicht viel am Hut, bis mich eine lange Krankheit zur Ruhe zwang. Da habe ich mich in das Lesen verliebt. Fantasy und Abenteuerromane haben mich immer begeistert. Mein Lieblingsbuch ist „Der Kleine Prinz“, dicht gefolgt von „Herr der Ringe“, „Eragon“ und „Die unendliche Geschichte“. Meine allerliebste Buchreihe ist „Die letzte Rune“ und ich bin Fan von Ilona Andrews, Sarah J. Maas und Marah Woolf.
In einem Buch sind mir die Charaktere wichtig, ihre Entwicklung und nicht zuletzt wie der Autor mit ihnen umgeht.
Das Schreiben ist mir immer leicht gefallen, doch erst in 2021 verspürte ich den dringenden Wunsch, etwas zu verfassen, was die Menschen nicht nur unterhält, sondern auch inspiriert.
Es liegt eine große Weisheit in den Worten: Wenn wir uns verändern – verändern wir die Welt. Es heißt nichts anderes, als dass wir die Verantwortung dafür übernehmen, wohin die Reise geht.
Leseprobe
Prolog
Der Hüter stand auf einem Felsenriff und schaute unverwandt in den Nachthimmel. Das Meer umtoste es mit peitschenden Wellen. Seit drei Tagen schon stand er hier, an der Grenze seines Reiches, den Wind stetig im Rücken. Es verlangte ihn nach Antworten.
Hartnäckig und geduldig versuchte er, über das Offensichtliche hinwegzusehen.
Er liebte diesen unwirtlichen Platz, diese graue Klippe, die weiter ins Meer ragte als die anderen und nur durch einen schmalen Grat mit dem Festland verbunden war. Direkt vor ihm fiel die Klippe fünfzig Meter senkrecht ab. Mit jeder Welle hörte er die urgewaltige Kraft des Ozeans, ja er fühlte sogar die Erschütterung im Felsen, der sich unbeugsam dagegenstemmte. Das Land war spitz und zerklüftet, aber nicht bereit, nachzugeben.
Der Hüter konnte sie immer spüren, die Veränderungen, lange bevor er ihre Auswirkungen erfassen konnte. Auch dieses Mal war es so – im Gefüge des Lebens hatte sich etwas verändert, etwas von Bedeutung.
Seit drei Tagen fehlte ein weiterer Stern.
Er blickte in den Nachthimmel, der mit einzelnen Sternen überzogenen war; sein wacher und klarer Blick war in die Ferne gerichtet. Wenn er so wie jetzt in den Himmel schaute, wusste er immer, dass alles möglich war. Alles Enge und Rigide fiel von ihm ab. Die Grenzenlosigkeit zog ihn an, weil sie seinem Wesen zutiefst entsprach.
Doch heute half sie ihm nicht weiter.
Er streckte seinen straffen, elastischen Körper, öffnete die Flügel und schloss sie wieder.
Seine Farbe war von einem so reinen Dunkelblau wie die soeben hereinbrechende Nacht bei klarem Himmel. Das Sternenlicht brach sich in der Zeichnung unter seiner Haut und brachte sie zum Funkeln. Wie um ihn an ihre Verwandtschaft zu erinnern. So als ob sein Körper ein Abbild des Nachthimmels wäre, mit all seinen Sternenbildern, Asteroidenfeldern, Monden und Planeten.
Seine großen Flügel wiesen die Struktur von starker Seide auf. Sie erinnerten, genau wie sein Haar, am Tag an das metallische Gefieder des Stars, in der Nacht aber an reines Sternenlicht. Seit über tausend Jahren steckte er in diesem Körper. Diese Zeit hatte er genutzt, um das Gefüge der Lebewesen zu studieren. Er kannte die äußere, innere und geheime Beschaffenheit des Netzwerks, in dem alles Leben eingebettet war. Wie die Wurzeln in einem alten Wald oder die Sterne, zu denen er gerade aufschaute, die alle mit ihrem Licht verbunden waren. Und nun fehlte wieder einer.
Seitdem das Gift der Dämonengötter Menschen und Dewas dazu gebracht hatte, sich getrennt vom Netzwerk zu fühlen, nahm die Anzahl der Sterne ab. Früher war das Firmament ein Rausch aus wirbelndem, klarem Sternenlicht gewesen. Damals hatten sie für alle Wesen, die in den Himmel schauten, getanzt und gesungen.
Die Sterne, sie waren einer nach dem anderen verschwunden. Manche wurden erst trüb, dann dunkel wie Schatten und verschwanden. Andere, so wie der Stern, den er jetzt vermisste, erloschen plötzlich. Er war das hellste Gestirn im Sternbild des Löwen gewesen. Und trotzdem war es dieses Mal anders. Er glaubte zu wissen, was geschehen war, aber er konnte keine Gewissheit erlangen. Etwas blockierte seine Sicht, als ob ein Schleier über die Geschehnisse geworfen worden war.
Wieder öffnete und schloss er seine Flügel, doch diesmal knallten sie laut.
Neben dem Hüter erschien eine helle Frauengestalt. »Na, bist du etwa ungeduldig?«, fragte sie mit unschuldigem Ton.
Er drehte sich um und sah den Schalk in ihren Augen blitzen. Sie musste das Knallen der Flügel gehört haben.
Die Frau musterte den Hüter aufmerksam. Er war berühmt für seine Geduld, aber die Ereignisse der letzten Jahrhunderte hatten auch an seiner Substanz genagt.
Der Hüter wandte sich der Menschenfrau zu und verbeugte sich leicht. »Melia, ich sehe dich.« Er wusste, sie war nur gekommen, um ihn aufzumuntern.
»Wieder das Übliche?«, frage sie in einem ernsteren Tonfall, ihre Stimme dunkel und voll.
»Nein, diesmal ist es anders. Und ich fürchte, ich trage dafür die Verantwortung. Ich kann leider nicht herausfinden, was genau passiert ist. Etwas blockiert meine Sicht. Aber ich spüre es in meinem ganzen Sein. Dieser verschwundene Stern ist für uns von großer Bedeutung.« Seine Stimme war heiser, er hatte seit Tagen nicht gesprochen. Wieder blickte er in den Nachthimmel, und wie zu sich selbst murmelte er: »Es ist, als würde ein Stein in einen ruhigen See fallen, als würden sich die Kreise ausbreiten.«
Melia legte ihre weiße Hand auf seinen blauen Arm und blickte ebenfalls nach oben. So standen sie einträchtig einige Zeit beisammen: der helle Mond und die klare Nacht.
»Könnte es einen Wandel anzeigen?«, fragte sie zögernd.
»Meinst du, dass sich endlich ein Mensch zu uns herüber wagt, nach all den Jahrhunderten? Dass sie Abgesandte schicken, so wie es im Völkervertrag vereinbart war?« Er lachte traurig auf. »Nein, die Menschen haben uns und Abriana vergessen. Überleg doch, wie viele Menschengenerationen seit der Trennung unserer Völker und dem Abschluss des Übereinkommens vergangen sind …
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