Fifino, das liebenswerte Sternenmännchen, träumt von eigenen Zähnchen. Auf seiner märchenhaften Reise zur Erde begegnet er verschiedenen Kindern und erlebt humorvolle, spannende und kindnahe Abenteuer rund um gesunde Zähne.
In sechs liebevoll erzählten Geschichten geht es um den Umgang mit dem Schnuller, richtiges Zähneputzen, Süßigkeiten und den Besuch beim Zahnarzt. Dabei werden Kinder spielerisch motiviert, positive Gewohnheiten zu entwickeln, und zwar ganz ohne Druck, dafür mit Freude, Fantasie und Neugier.
Ein zauberhaftes Vorlesebuch, das Eltern im Alltag unterstützt und Kindern Zahngesundheit auf liebevolle Weise näherbringt.

Buchdetails
Buchkategorie/Genre: Kinderbücher
Erschienen bei: Verlagshaus Schlosser
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-7581-0387-2
Seitenzahl: 42
Erscheinungsdatum: 17.09.2026
Preis: 24,90 EUR
Leseprobe
Fifinos Traum
„Hallo? Hallo? Hört mich denn wirklich niemand?“
„Fifino, sei still! Die anderen Sternmännchen sind satt und schlafen schon“, sagte seine Mutter sanft. Doch Fifino war noch lange nicht müde. Leise
und vorsichtig schlich er davon, damit niemand ihn bemerkte. Hinter einem schimmernden Sternenvorhang suchte er sich ein geheimes Versteck. Dort setzte er sich auf einen kleinen Glitzerstein, zog die Knie an die Brust und ließ die Tränen über sein Gesicht kullern. „Oh weh, ich armer Fifino! Ich wohne hier auf meinem Stern, und eigentlich ging es mir immer gut. Aber dann habe ich gehört, dass es auf dem Planeten Erde – ich glaube, so heißt er – Menschenkinder gibt. Diese Kinder sollen glücklich sein, weil sie kleine Zahnsteinchen im Mund haben, mit denen sie alles essen können. Seit meiner Geburt bekomme ich jeden Tag nur weichen Sternebrei. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, etwas Knuspriges zu beißen oder zu schmecken.
Eigentlich finde ich mich ja ganz hübsch. Aber wenn ich in den Silbersee schaue und mein Spiegelbild betrachte, dann … ja, dann ist mein Mund ganz leer. Ich muss mir unbedingt überlegen, wie ich die Menschenkinder auf dem Planeten Erde besuchen kann. Ich träume davon, auch solche Zahnsteinchen zu haben. Wie wunderbar wäre es, endlich zu wissen, was man mit ihnen alles im Mund machen kann!
Vielleicht könnte mir Großmutter Else helfen … Sie weiß doch fast alles im ganzen Sternenreich.“ Fifino wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, schüttelte seinen Glitzerfellmantel zurecht und rannte – oder besser gesagt: flog – davon.
„Fifino, du kleiner Wirbelwind“, sagte Oma Else schmunzelnd, als er atemlos vor ihr landete. „Warum hältst du denn schon wieder kein Sternenschläfchen? Und ich sehe doch, wie aufgeregt du bist. Was ist nur los mit dir?“
„Omi, Omi!“, rief Fifino und flatterte wild mit den Armen. „Ich möchte so gern die Menschenkinder einmal treffen! Ich habe schon so viele Geschichten über ihre Zahnsteinchen im Mund gehört. Damit können sie alles essen – Hartes, Weiches, sogar Klebriges!“ Oma Else zog erstaunt die Augenbrauen hoch. „Was erzählst du denn da für einen Unsinn?“
Da begann Fifino, sich vor lauter Aufregung im Kreis zu drehen, schneller und schneller, bis ihm ganz schwindelig wurde. Schließlich ließ er sich auf den Boden plumpsen und brach in lautes Weinen aus. Oma Else betrachtete ihn eine Weile schweigend. Dann wurde ihr Blick weich – und zugleich nachdenklich. Fifino war ihr allerliebster Enkel. Und war es nicht so gewesen, dass auch sie – damals, als kleines Sternmädchen – heimlich von den Menschenkindern mit ihren Zahnsteinchen im Mund geträumt hatte?
„Warte, mein Kind. Weine nicht mehr, Fifino“, ermunterte ihn Oma Else sanft. „Ich werde dir helfen, die Menschenkinder auf dem Planeten Erde zu besuchen.“
Mit einem Mal hörte Fifino auf zu weinen – und auch auf, sich zu drehen. Seine Augen wurden groß vor Staunen.
„Wie, Omi? Wie denn?“
„Zuerst musst du zum Planeten Erde fliegen“, erklärte sie mit ernster Stimme. „Doch du musst sehr aufmerksam sein. Es gibt einen Zauberspruch, und den musst du dir ganz genau merken. Wenn du ihn vergisst, wirst du niemals wieder zu uns zurückkehren können.“ Fifino schluckte. Plötzlich fühlte sich alles viel größer und viel geheimnisvoller an, als er gedacht hatte.
„Sag mal, Omi, was muss ich denn genau machen?“ Oma Else lächelte geheimnisvoll. „Du musst anfangen zu hüpfen – immer höher! Dabei drehst
du dich im Kreis. Und dann rufst du ganz laut den Zauberspruch, damit ihn die Sterne hören können.“
„Jetzt kommt der Zauberspruch“, sagte sie feierlich.
„Aja Dings und Aja Was,
Sternenstaub und Himmels-Spaß!
Schwuppdiwupp und Schwuppdischreck,
Fifino, flieg zur Erde weg!“
„Also los – probiere es!“
Fifino begann zu hüpfen. Erst vorsichtig, dann immer mutiger. Er drehte sich im Kreis, und sein Glitzerfellmantel funkelte dabei so hell, als hätte jemand tausend kleine Sterne darin angezündet. Mit leuchtenden Augen rief er aus voller Kraft:
„Aja Dings und Aja Was,
Sternenstaub und Himmels-Spaß!
Schwuppdiwupp und Schwuppdischreck,
Fifino, flieg zur Erde weg!“
Kaum hatte er das letzte Wort gesprochen, begann es um ihn herum zu wirbeln und zu glitzern … Bevor seine Großmutter noch etwas hinzufügen konnte, war Fifino bereits verschwunden. Ein kleines Lichtlein löste sich vom Sternenboden, wurde immer winziger und flog weiter und weiter in die Ferne. Oma Else hielt sich die Hand über die Augen und rief ihm hastig hinterher: „Fifino! Vergiss deinen Zauberspruch nicht! Sonst kannst du niemals wieder zurückkommen!“
Ihre Stimme verklang im weiten Sternenhimmel. Ob er sie wohl noch gehört hatte? Das Lichtlein war inzwischen nur noch ein winziger Glitzerpunkt – und dann war es ganz verschwunden. Und so begann Fifinos wunderbare Abenteuerreise zu den Menschenkindern auf dem Planeten Erde.
Autoren-Infos
Name:
Monika Fomino
Autorenvita:
Die Autorin wurde in Bukarest geboren und absolvierte dort ihr Studium der Zahnmedizin.
Über mehr als drei Jahrzehnte führte sie eine eigene Zahnarztpraxis in Hessen. Im Mittelpunkt ihrer beruflichen Arbeit stand insbesondere die Behandlung von Kindern mit Schwerpunkt auf präventiver Zahnmedizin. Die vielfältigen Erfahrungen aus dieser langjährigen Tätigkeit sowie die Begegnungen mit ihren jungen Patienten lieferten die Anregung für dieses Buch; viele der darin enthaltenen Geschichten haben ihren Ursprung in dieser Zeit.
Seit 2020 ist sie als Schulzahnärztin an Grundschulen tätig und engagiert sich weiterhin für die Förderung der Mund- und Zahngesundheit von Kindern.
Kurzlink zu dieser Buchvorstellung: https://buecherversum.de/3i6v
