Das Patent des Spaniers von Herbert Prange

Der junge Arzt Doktor Max Meier wird bei einem Notfalleinsatz am Hamburger Elbtunnel aufgefordert, den schwer verletzten Fahrer eines Mercedes sterben zu lassen.

Obwohl er der Bitte nicht nachkommt, wird er fürstlich belohnt. Seine Neugierde und Unzufriedenheit über die Unzulänglichkeiten des medizinische Systems treiben ihn in eine ihm unbekannte Organisation hinein, die auf unorthodoxe Weise den internationalen Drogenhandel kontrollieren und regulieren will.

Dabei spielt das Patent eines spanischen Weinbauern, der auf Mallorca eine moderne Bodega besitzt, eine zentrale Rolle.

Max Meier lässt sich auf einen Weg ein, der ihn bis in die oberste Ebenen eines streng geheimen Syndikats führt, das es in dieser Weise niemals in Europa geben dürfte.

Der Leser erhält einen tiefen Einblick in den modernen Drogenhandel, in die Expansionsgelüste südamerikanische Kartelle in Europa und wie die Milliardengewinne auch zur Finanzierung von regierungsfeindlichen Umsturzplänen genutzt werden.

Ein spannender kurzweilig geschriebener Polit-Thriller, der sich nah an der Realität orientiert, die nur wenige kennen.

Das vorliegende Buch ist der erste Band der Max-Meier-Saga.

Buchdetails

Buchkategorie/Genre: Thriller, Polit-Thriller

Taschenbuch

ISBN: 978-3696376734
Seitenzahl: 290
Verlag: BoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum: 12.05.2026
Preis: 19,50 EUR

E-Book

ISBN: 978-3696318062
Verlag: BoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum: 04.06.2026
Preis: 8,99 EUR

Über den Autor

Name des Autors:
Herbert Prange

Webseite des Autors:
www.herbertprange.com

Mehr Informationen zum Autor:
Der Autor Herbert Prange ist im Weserbergland bei Lemgo aufgewachsen, hat zunächst Sport und Kunsterziehung und anschließend Psychologie studiert. Nach seinem zweiten Studium hat er mehrere Jahre als Redakteur in einer Berliner Tageszeitung gearbeitet und dort sein Schreibtalent entdeckt.

Seit 2012 hat er eine Seminar- und Beratungsfirma auf Mallorca. Seine Kunden sind vor allem Ärzte und Manager im Gesundheitssektor. Neben seiner Tätigkeit als Referent und Managementberater hat er sehr viele Artikel und zwei Bücher geschrieben. Seine Bücher „Psychologie und Management“ und „Mein Krebs – ein Mutmachbuch“ sind 2026 in zweiter Auflage erschienen.

Das neueste Buch „Das Patent des Spaniers“ ist ein Politthriller, in dem der Weg eines jungen Hamburger Arztes in die oberste Ebene eines europaweit agierenden Drogensyndikats beschrieben wird.
Der Autor hat intensiv recherchiert und bezieht aktuelle Ereignisse ein.

Leseprobe

Der Notruf kam vor zehn Minuten, als er in der Teeküche stand und aus dem Fenster auf die Elbe geschaut hat. In diesem Jahr ist es bereits im Frühling wärmer als letztes Jahr, hat er überlegt. Doktor Max Meier ist internistischer Facharzt und hat Nachtdienst auf der Intensivstation. Demnächst wird er seine Facharztprüfung für Chirurgie absolvieren.

Seine Kollegin vom Rettungsdienst arbeitet erst seit einer Woche hier und hat ihn gefragt, ob er sie begleiten könne. Ein Unfall am Elb-tunnel. Die Besetzung der Intensivstation sei ausreichend, meinte der leitende Arzt. Da Meier, so wird er von seinen Kollegen gerufen, ein freundlicher und hilfsbereiter Mensch ist, spurtet er ins Erdgeschoß, springt in den Van zu seiner Kollegin. Ihr Name Inga steht auf ihrer Jacke. Blaulicht, Martinshorn, der Fahrer gibt mächtig Gas.

Am Beginn des Elbtunnels stehen vier Polizeiwagen mit flackerndem Blaulicht. Ein weißer Mercedes liegt auf der Seite. Ein dunkler Audi steht etwa 30 Meter entfernt am Fahrbahnrand. Zwei Sanitäter sind vor ihnen angekommen und bücken sich über eine Gestalt, die am Boden liegt.

Der Mann, der offensichtlich aus dem Mercedes geschleudert wurde, liegt schräg auf dem Bauch, der Kopf ist leicht verdreht. Die Sanitäter haben sein Hemd geöffnet, Blut fließt aus einer Wunde im rechten Arm und am rechten Bein. Der Verletzte hat bereits Druckverbände erhalten. Zudem wird ihm Kochsalzlösung in die Halsschlagader gegeben.

Neben dem Audi steht eine Frau und schaut zu ihnen. Vielleicht eine Zeugin?
In der einen Hand hält sie eine kleine Schachtel, in der anderen ein Handy. Sie guckt unverwandt zu Max Meier rüber, der sie kurz anschaut. Ihre Lippenspitze erscheint im linken Mundwinkel. Warum

kommt sie nicht zu ihm zum Unfallopfer und redet mit ihm oder einem der Polizisten?
Einer der Sanitäter begrüßt Max und Inga. „Gut, dass Sie so schnell hier sind. Der Mann“, dabei zeigt er auf die Gestalt am Boden, „scheint starke innere Verletzungen zu haben. Außerdem verliert er viel Blut.“

Meier kniet neben den Mann nieder, fühlt den Puls, prüft seine Atmung. Der Mann ist bewusstlos, sein Puls ist niedrig, er atmet kaum. Kreislauf stabilisieren, niedrige Dosis Adrenalin geben, den ganzen Körper in stabiler Kopflage in den Rettungswagen bringen. Das sind die nächsten Aufgaben.

Er ruft die Notfallabteilung seines Krankenhauses an, informiert den Traumaleader über die Lage des Patienten und lässt sich bestätigen, dass alle notwendigen Kapazitäten bereitstehen. Operationsteam, Radiologie, Blutkonserven.
Er gibt die Daten zum körperlichen Zustand wie ein Checklistenbe-richt durch. Größe, Statur, Haare, Bart, besondere sichtbare Merkmale wie Prellungen, Wunden, Brüche.

„Wie alt schätzen Sie ihn?“, fragt er Inga. Sie zuckt mit den Schul-tern. „Schwer zu sagen mit dem Fünf-Tage-Bart, vielleicht Anfang 40. Kann aber auch älter oder jünger sein. Etwa so groß wie Sie, schätze 180 cm, 85 Kilo, saubere Hände, saubere gepflegte Fingernägel. Das wäre mein Sichtbefund“, lächelt sie ihn an und wiederholt damit seinen Bericht, den er soeben ins Handy diktiert hat. Er schaut sie fragend an.

Sie grinst breit und zwinkert ihm zu. „Sie sind wirklich ein guter Beobachter.“
Er verzieht seine Lippen auch zu einem schiefen Grinsen. „Notieren sie bitte auch, dass er kürzlich beim Frisör war.“
Meier flüstert: „Wer ist übrigens die Frau dort am Audi. Sie schaut die ganze Zeit zu uns rüber.“
Inga dreht sich um. „Da ist niemand, keine Frau, kein Audi.“

„War wohl eine Zeugin, die die Polizei befragt hat und jetzt weiter fahren kann“, denkt Meier.
Inga will etwas sagen, aber sie schweigt und guckt den Mann an, der näher kommt. Er ist kein Polizist, trägt einen Trenchcoat und normale Straßenkleidung. Was will der hier?

„Ich habe den Polizisten gesagt, dass ich den verletzten Mann kenne.“ Der Mann nickt zum Schwerverletzten.
„Er heißt Schneider, Johannes Schneider.“

Der Mann beugt sich zu Max Meier herunter und flüstert nah an seinem Ohr.
„Dieser Mann“, er zeigt auf den Schwerverletzten, „dieser Mann ist Hamburgs Drogenkönig, er hat einige Leute töten lassen. Der Sohn meiner Schwester, mein Neffe, ist tot. Erschlagen, weil er für diesen Mann keine Drogen verkaufen wollte. Er war 16.“
Meier schaut den Mann kurz an, schätzt ihn auf Mitte dreißig. Er will sich wieder um den Verletzten kümmern.
Aber der Mann im Trenchcoat berührt Meiers Oberarm leicht und kommt noch näher an sein linkes Ohr heran. Er flüstert: „Lassen Sie diesen Mann nicht leben. Ich bitte Sie von Herzen. Sie sind Arzt und haben die Macht der Götter. Sie haben das Recht, Leben zu geben und Leben zu nehmen.“

Abrupt steht der Mann auf und geht eilig fort, als hätte ihn etwas gestochen oder erschreckt.
Meier und Inga schauen dem Mann kurz hinterher und wundern sich über seine Flucht.
Meier fällt auf, dass er ungleiche Schrittlängen hat. Und dass er eine Sonnenbrille trägt, obwohl der Himmel bewölkt ist. Woher kenne ich diesen Mann?

Der Verlag

Webseite: www.bod.de

Weitere Bücher des Verlags:

BoD – Books on Demand

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