Anfang der 70iger Jahre treffen zwei junge Menschen aufeinander. Birgit, eine introvertierte Streberin, mit einem festgefügten Lebensplan und ihrem grossen Ziel, Abi und Studium. Frank, ein völlig planloser, chaotischer junger Mann, für den das Leben nur aus Party besteht. Sie treffen aufeinander und verlieben sich Hals über Kopf ineinander. Eine Liebe, die ihr beider Leben völlig verändert und das in atemberaubender Geschwindigkeit. Sie erleben Höhen und Tiefen, freuen sich auf eine gemeinsame Zukunft.
Frank erinnert sich …

Buchdetails
Buchkategorie/Genre: Familien- & Gesellschaftsromane, Romane & Erzählungen
Erschienen bei: tredition
Taschenbuch
ISBN: 978-3384935588
Seitenzahl: 340
Erscheinungsdatum: 23.06.2026
Preis: 16,90 EUR
E-Book/Kindle Ausgabe
ISBN: 978-3384935595
ASIN: B0H6Q9D1H9
Erscheinungsdatum: 23.06.2026
Preis: 7,99 EUR
Leseprobe
Auf Entdeckungsreise
Die Tage vergingen und das Schuljahr ging zu Ende, die Ferien begannen. Wir trafen uns täglich und wenn es nur für eine kurze Stunde war. Aus unserer Freundschaft war eine innige Beziehung gewachsen, mit einem Gefühl grenzenloser Nähe. Vieles hatte sich dadurch in unserem Leben verändert. In den Ferien konnten wir noch mehr Zeit miteinander verbringen. Wir führten oft stundenlange, lebhafte Gespräche, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen.
Birgit hatte recht konkrete Vorstellungen. Sie wollte nach dem Abitur Medizin studieren, dann eine Familie gründen, 2-3 Kinder haben. Ich war da eher noch recht planlos. Aber irgendwie klang es bei ihr immer so, dass ich ein Teil ihres Lebensplanes geworden war. Sie sprach immer in der ´wir´ Form, selten in der ´ich´ Form. Ich muss sagen, mir gefielen ihre Zukunftsvisionen sehr und sie wurden auch zu den meinigen.
An einen Tag in diesen Sommerferien erinnere ich mich ganz besonders. Das war in den ersten Augusttagen. Das Wetter war spitze und versprach einen heißen, sonnigen Tag. Ein Tag, den man zum Baden nutzen sollte. Ich holte Birgit schon am frühen Vormittag von zu Hause ab. Zu dem Zeitpunkt hielt ich mich noch immer im Hintergrund und wartete immer an der Hofeinfahrt auf sie. Angekündigt wurde ich dann immer von Bella, dem Hofhund, der angekettet neben der Haustür seine Hütte hatte. Birgit hatte schon gewartet. Wir begrüßten uns. Sie sagte mir gleich, dass sie nur bis gegen 17 Uhr Zeit hat. Das sie dann ihrem Vater helfen muss, wenn dieser von der Arbeit zu Hause ist.
Ihr Vater war so etwas wie ein Hobbylandwirt. Er ging normal einer Arbeit nach und bewirtschaftetet in seiner Freizeit eine kleine Landwirtschaft mit einer Kuh, ein paar Schweinen, Hühnern und Hasen.
Der Weg ins Waldbad zog sich wieder. Es waren gute 5 km. Endlich angekommen suchten wir uns ein ruhiges Plätzchen, abseits vom Trubel. Birgit hatte eine Decke mitgenommen, die ich ausbreitete und wir zogen unsere Kleidung aus. Sie trug einen bunt gemusterten Bikini und wow, sie sah einfach umwerfend schön aus.
„Gehen wir erst einmal schwimmen“, meinte sie und so liefen wir Hand in Hand zum See und stürzten uns ins Wasser. Wir schwammen ein Stück hinaus und alberten herum. Das Wasser reichte mir bis zu den Schultern und ich konnte gerade noch stehen. Birgit schwamm zu mir, legte ihre Arme auf meine Schultern und küsste mich. Dabei schlang sie ihre Beine um meine Hüften. Das war der Augenblick, wo in unsere bis dahin platonische Beziehung recht heftig die sexuelle Komponente Einzug hielt. Mir wurde schlagartig meine Badehose mächtig zu eng, aber so etwas von und sie spürte das.
Sie sah mich mit großen Augen an und sagte nur: „Oh…“.
Ich zu ihr: „Tut mir leid aber…“, weiter kam ich nicht.
Sie küsste mich zärtlich und flüsterte mir leise ins Ohr: „Ist doch ok, ich will es doch auch, aber wir lassen uns noch ein bisschen Zeit damit. Gehen wir raus aus dem Wasser und legen wir uns in die Sonne.“
„Geh schon einmal vor, ich brauche noch einen Augenblick“, sagte ich verlegen lachend zu ihr. Mir war das zu diesem Zeitpunkt noch wahnsinnig peinlich.
Wir mussten beide lachen und sie schwamm Richtung Ufer davon. Ich blieb zurück und wartete darauf, dass sich der Aufstand in meiner Badehose beruhigte. Dann folgte ich ihr. Wir lagen dann in der Sonne, Kopf an Kopf, Händchen haltend, die Ruhe genießend.
Plötzlich sagte sie: „Hast du schon einmal?“
„Was?“, ich schaute fragend.
„Etwas mit einem Mädchen gehabt, ich meine richtig“, wollte sie wissen.
„Nein, nicht. Und du? Hast du schon einmal“, hakte ich bei ihr nach.
„Nein“, sie schüttelte den Kopf.
Kurze Pause. Sie richtet sich auf, stützt sich auf ihre Ellbogen und schaut mich ernst an: „Willst du?“
Ich wusste zwar, was sie meinte, stellte mich aber erst einmal dumm: „Was meinst du?“
„Na mit mir schlafen“, sagte sie direkt.
Ein bisschen verlegen wegen der direkten Frage antwortetet ich: „Ich glaube, das hast du vorhin recht deutlich spüren können.“
Sie grinste frech: „Oh ja, sehr deutlich.“
Wir schauten uns in die Augen: „Willst du es auch“, fragte ich sie erwartungsvoll.
„Ja“, dieses ja von ihr war mehr geflüstert, „ja, ich will es auch. Lass mir noch ein wenig Zeit“, kurze Pause, „aber besorge schon einmal etwas“, sie grinste mich dabei herausfordernd an.
Dumm stellen kann manchmal lustig sein: „Was soll ich besorgen“, ich schaute sie fragend an.
Sie darauf: „Kondome was denn sonst“, und ich bekomme einen Klaps auf den Hinterkopf: „Du weißt genau was ich meine“, und grinste mich dabei an.
„Dachte ich mir doch gleich, dass du das meinst, wollt es nur noch einmal von dir hören“, meinte ich lachend.
„Du Lump“, sagte sie laut lachend, beugt sich vor und ich bekomme einen langen, langen intensiven Kuss.
Ich nehme sie in den Arm, küsse ihren Hals und flüstere ihr ins Ohr: „Birgit, ich liebe dich, ich liebe dich so sehr.“
„Ich liebe dich auch, ich kann gar nicht sagen wie sehr“, flüsterte sie mir ins Ohr.
Über den Autor
Autorenvita:
“Manchmal braucht es erst die Ruhe des Lebensabends, um die Geschichten zu erzählen, die schon immer in einem schlummerten.” Hinter den tiefgründigen Geschichten steckt ein Leben voller Erfahrung. 1956 in Oberfranken geboren, hat es ihn inzwischen nach Nürnberg verschlagen. Nach einem langen, bewegten und vielseitigem Berufsleben ist seit 2025 Ruhe eingekehrt. Er teilt jetzt seinen Alltag mit seiner Frau und drei Hunden, die gleichzeitig seine treuesten Zuhörer bei neuen Buchideen sind. Der Einzug in den Ruhestand öffnete für ihn das Tor zu einem lang gehegten Traum: dem Schreiben von Romanen, die das Herz berühren und zum Nachdenken anregen sollen. Wenn er am Schreibtisch sitzt, webt er aus eigenen Lebenserinnerungen und Fiktion berührende Erzählungen, die teils mit mystischen Elementen durchwoben sind. Er zeigt damit, dass es fürs Geschichtenerzählen und die ganz großen Gefühle kein Alter gibt.
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