Nach einer Sniper-Attacke ermittelt ein kleines Team von Undercover-Agenten in einer Verschwörung, die immer größere Kreise zieht. Sie werden von der EU-Kommissarin für auswärtige Angelegenheiten unterstützt, die nach einem Attentat als „Getötete“ untergetaucht ist.
Die aktionsgeladenen Ermittlungen in Brüssel, Singapur und Hathorstan (einer Stadt im Meer und Hauptquartier der Agenten) enthüllen allmählich Absicht und Beteiligte der Verschwörung, die die Kommissarin in einer Pressekonferenz medienwirksam aufdeckt.
Doch damit ist die Gefahr nicht gebannt:
Ein autistisches Genie bedroht nun das Leben aller Bewohner von Hathorstan …
Buchdetails
Buchkategorie/Genre: Krimi, Thriller & Drama
Taschenbuch
ISBN: 978-3384534484
Seitenzahl: 443
Verlag: tredition
Erscheinungsdatum: 07.04.2026
Preis: 15,95 Euro
E-Book/Kindle Ausgabe
ISBN: 978-3384534491
ASIN: B0GS99PZY9
Verlag: tredition
Erscheinungsdatum: 07.04.2026
Preis: 9,99 Euro
Über den Autor
Name des Autors:
Juchin Smith
Mehr Informationen zum Autor:
Die Idee zu den Städten im Meer kam dem Autor, der ein Pseudonym nutzt, angesichts des Sterbens im Mittelmeer und den unmenschlichen Zuständen in den Aufnahmelagern.
Die Flüchtlingsthematik bilden jedoch nur den kontroversiellen Hintergrund in diesem Buch, im Zentrum stehen die schillernden Akteure und die innovativen Meeres-Metropolen.
Leseprobe
Startschuss
CJ blickte in die Mündungen von vier Maschinenpistolen. Die Männer, die sie in der Hand hielten, trugen Gesichtsmasken, Helme, Handschuhe und kugelsichere Westen mit der Aufschrift POLICE.
Ein weiterer Polizist ohne Schusswaffe – der Verhandlungsführer – sprach beruhigend auf ihn ein. In sicherer Entfernung standen Gaffer, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten.
Die Weste mit dem Sprengstoff und den Zündern drückte auf CJs Schultern, der vorgespannte Zündknopf bohrte sich in seinen Daumen – der Federspannung nachzugeben, bedeutete den Zündmechanismus auszulösen. Seine erhobene Hand wurde langsam taub. In absehbarer Zeit würde er nicht mehr spüren, ob der Knopf noch fest genug gedrückt war.
Die Polizisten rückten einen Schritt vor. Er hob die Faust mit dem Auslösemechanismus etwas höher, um seine Entschlossenheit zu zeigen bis zum Äußersten zu gehen.
Es konnte nicht mehr lange dauern, dann würden sie ihn überwältigt haben – denn egal was passierte – er hatte die kritischen Drähte bereits kurz nach der Übernahme der Weste heimlich durchtrennt, die Bombenweste war bereits entschärft!
Würden die Kollegen aus seiner Abteilung nicht bald das Abbruchsignal geben, müssten sie das Manöver als Fehlschlag verbuchen! Mehr noch, der obligatorische Scharfschütze im Hintergrund, der Selbstmordattentäter, wie ihn, erschießen sollte, falls sie es sich in letzter Minute doch noch anders überlegten, würde ihn mit Sicherheit zu seinen Vorfahren schicken.
Ähnlich kritische Situationen hatte er in der Vergangenheit schon mehrfach erlebt – diese dauerte eindeutig zu lange! Es war an der Zeit die Initiative zu ergreifen:
„Hören Sie…”, wandte er sich an den Unterhändler – da ertönten die erlösenden Worte. „Europol … Waffen runter, nicht schießen Kollegen, alles unter Kontrolle!”
Die Männer in den POLIZEI-Westen blieben unbeeindruckt, doch der Verhandlungsführer, wandte sich dem Sprecher zu, der eine Kappe mit der Aufschrift EUROPOL trug und einen Ausweis derselben Behörde vorzeigte.
CJ erkannte Joe, hinter ihm tauchten nun auch Marie und Dick auf, die sich mit ihren Ausweisen vor die Bewaffneten stellten und diese zwangen ihre Waffen zu senken. Er hatte keine Lust, sich nach erfolgreicher Mission durch “friendly fire” eine Kugel einzufangen! So bewegte er sich vorsichtig, äußerst langsam, ließ den Zünder los und zog in aller Ruhe die Weste aus. Jetzt war allen klar, dass von der Bombe keine Gefahr mehr ausging.
Joe umarmte ihn erleichtert, wohl auch um den Leuten vom Einsatzkommando zu zeigen, dass der vermeintliche Attentäter ungefährlich – ein Verbündeter war. Genau in diesem Moment spürte CJ einen Schlag, der ihn auf den Rücken warf. Joe fiel auf ihn, das Gewicht seines schlaffen Körpers raubte CJ den Atem. In den plötzlich erstarrten Augen seines langjährigen Chefs erkannte er, dass dieser nicht mehr unter den Lebenden weilte. Irgendetwas musste in Sekundenbruchteilen sein Nervenzentrum zerstört haben.
Ein Gedanke jagte durch sein Hirn: Entweder haben sie den Scharfschützen nicht gefunden oder er ist entkommen und hat es wieder versucht! Doch Joe hätte sicher anders gehandelt, wenn er auch nur den leisesten Verdacht gehabt hätte, dass von irgendwem Gefahr drohte! Da war eindeutig ein fremder Sniper im Spiel.
Der Verlag
Webseite: www.tredition.com
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