Besucher aus dem Nirgendwo: Die ungelösten Rätsel von Laxaria und Lizbia von Stefan Nesemann

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1850 wird in einem kleinen Dorf in der Nähe von Frankfurt an der Oder zu später Stunde ein seltsamer Mann von der Polizei aufgegriffen, dessen Sprache sogar Experten Rätsel aufgibt. Völlig ratlos sind die Polizeibeamten jedoch, als sie von seiner Herkunft erfahren, denn der Fremde gibt an, aus dem Land Laxaria zu kommen – und das kennen die Gelehrten noch weniger als seine mysteriöse Sprache …

Rund ein halbes Jahrhundert später sollte es den Obrigkeiten in Paris nicht besser ergehen. Auch hier wird ein Vagabund aufgegriffen, dessen unbekannte Sprache mehr als ein Dutzend Dolmetscher in die Verzweiflung treibt. Nach einem langen Verhör bringen die Behörden schließlich den Herkunftsort des Unbekannten in Erfahrung: Lizbia. Doch dieser Ort ist ebensowenig auf herkömmlichen Karten zu finden wie Laxaria …

Das Problem: Die Sprachen der Fremden sind dermaßen komplex, daß sie unmöglich erfunden sein können und – die Unbekannten widersprechen sich nicht ein einziges Mal …

Seit über 100 Jahren haben die Besucher aus Laxaria und Lizbia ihr Geheimnis nicht preisgegeben. Wer sind sie und woher sind sie gekommen? Sogar die Herkunft aus einer Parallelwelt wird zunehmend ernsthaft erwogen…

Erstmals werden in diesem Buch beide Fälle ausführlich anhand von Originalberichten ihrer Zeit untersucht. Zahlreiche deutsche, englische und französische Quellen helfen dabei, ein faszinierendes Puzzle der paranormalen Literatur zusammenzusetzen und aufzuklären, was damals wirklich geschehen ist …

Besucher aus dem Nirgendwo Die ungelösten Rätsel von Laxaria und Lizbia

Buchdetails

Buchkategorie/Genre: Allgemein, Sachbücher

Erschienen bei: BoD – Books on Demand

Taschenbuch

ISBN: 978-3-7693-2512-6
Seitenzahl: 256
Erscheinungsdatum: 30.12.2024
Preis: 14,99 EUR

E-Book

ISBN: 978-3-7693-9508-2
Erscheinungsdatum: 2025
Preis: 9,99 EUR

Leseprobe

„The Athenaeum“ und „The Guardian” stellten mit ihren Ausgaben vom 5. April 1851 zu diesem Zeitpunkt meiner Untersuchung die frühesten Quellen überhaupt zum Thema Laxaria dar. In der weiteren Folge sollte es zumindest im Bereich der englisch- und fremdsprachigen Quellen generell dabei auch bleiben. Da das „Athenaeum“ als eine der beiden ältesten Quellen aber der Ursprung der bekannten Internetberichte über den Mann aus Laxaria war, hatte ich zu diesem unerwartet frühen Zeitpunkt bereits den Kenntnisstand meiner Vorgänger eingeholt. Wenn ich also keine anderen Quellen ausfindig machen konnte, war damit auch mein eigenes Projekt bereits vorzeitig am Ende. Dann allerdings wäre dieses Buch nie erschienen. Aber wie heißt es doch am Ende des „Athenaeum“-Artikels so treffend: „What mystifycation hides under the story time will probably show“, zu Deutsch: „Welche Mystifizierung sich hinter der Geschichte verbirgt, wird die Zeit wohl zeigen“. Wie recht das „Athenaeum“ damit doch behalten sollte, denn tatsächlich war ich noch lange nicht am Ende; es sollte noch einige Zeit vergehen bis der Laxarier seine Geheimnisse preiszugeben bereit war… 

Nachdem ich nun die ältesten Quellen meiner Vorgänger hatte ausfindig machen können, konnte ich mit der Suche in heimatlichen Gefilden beginnen. Mein Glück dabei: Der „Guardian“ nennt endlich auch den vollständigen Namen der allen ausländischen Berichten zugrundeliegenden deutschen Quelle – eine Berliner Zeitung namens „Constitutionelle Correspondenz“ (wenngleich im „Guardian“ fälschlicherweise mit der Endung „-ce“ statt richtig mit „-z“ angegeben). Gelegentlich wird die Zeitung in der ausländischen Presse auch verfälscht als „Berliner Correspondenz“ bezeichnet. Dies ist allerdings lediglich eine der Unkenntnis geschuldete Vermischung einer korrekten Namenshälfte mit der Angabe des Herkunftsortes. Das Blatt wird jedoch, wie sich noch herausstellen sollte, bei Quellenangaben in den ersten deutschsprachigen Berichten vom April 1851 mit seiner korrekten Bezeichnung „Constitutionelle Correspondenz“ genannt, wenngleich auch in Form von Abkürzungen. 

Diese Zeitung ist somit nicht nur der Ursprung der ausländischen Berichte zum Thema, sondern blieb auch der Ausgangspunkt aller deutschsprachigen Berichte, auf die ich im weiteren Verlauf meiner Nachforschungen noch stoßen sollte. Aus der „Constitutionellen Correspondenz“ erfuhr die Öffentlichkeit also zum ersten Mal überhaupt von Jophar Vorin und seiner unbekannten Heimat Laxaria.

Autoren-Infos

Name:
Stefan Nesemann

Autorenvita:
Stefan Nesemann ist ein engagierter Sachbuchautor mit einer Leidenschaft für ungelöste Rätsel und tiefgehende Recherchen. Mithilfe von intensiven Nachforschungen in Archiven prüft er urbane Legenden und moderne Sachverhalte auf ihre Stichhaltigkeit, stellt eventuelle Irrtümer richtig und erweitert ihren Wahrheitsgehalt durch fundierte Quellen. Seine Neugier und sein analytisches Denken treiben ihn an, komplexe Zusammenhänge verständlich und ansprechend zu präsentieren, um seine Leser auf eine spannende Entdeckungsreise mitzunehmen.

Kurzlink: https://buecherversum.de/farx

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