Sex, Drugs and House Music: Wahre Clubbiografie über Exzess, Kontrolle und den Weg zurück von Dominik Schütze

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Der Beat pumpt. Die Pillen wirken. Die Realität brennt. Vom Schulhof direkt auf die Überholspur der House Szene. Zwischen Ecstasy Deals, wildem Sex und totaler Ekstase schien er unantastbar. Bis Hausdurchsuchungen, Kontrollverlust und der tiefe Absturz die Party gnadenlos beendeten.
Eine Biografie wie ein Drogentrip, schockierend, laut und brutal authentisch.

sex drugs and house music von dominic schütze

Buchdetails

Buchkategorie/Genre: Autobiografie, Biografie, Erzählungen

Erschienen bei: BoD – Books on Demand

Taschenbuch

ISBN: 978-3696371166
Seitenzahl: 166
Erscheinungsdatum: 14.07.2026
Preis: 12,99 EUR

Leseprobe

Kapitel 1: Der erste Funke
Mit sechzehn Jahren landete ich auf dem Berufskolleg. Mein Ziel war bescheiden, aber für mich damals ein großer Schritt: Ich wollte meinen Hauptschulabschluss nach Klasse 9 im Metallbereich wiederholen. Ungefähr zwei Wochen ging ich nun auf diese Schule, trottete durch die Gänge, versuchte irgendwie dazuzugehören. Dann kam dieser eine Tag, diese eine Pause. Ein Kumpel steuerte auf mich zu, den Blick vielsagend, die Stimme gesenkt. Er fragte mich, ob ich einen Joint mitrauchen wolle.
Jung, naiv und von dem unerschütterlichen Gefühl der eigenen Unantastbarkeit getrieben, zögerte ich nicht lange. „Was soll schon großartig passieren?“, dachte ich mir und zog.
Was folgte, war der Lachflash meines Lebens. Ich lachte über alles und über absolut nichts. Mein ganzer Körper fühlte sich plötzlich leicht an, befreit von dem dumpfen Druck des Alltags. Ich spürte eine vollkommene, schwerelose Freiheit. Es war mein allererster Kontakt mit Drogen – und ich fand sofort totalen Gefallen an Cannabis. Schon am nächsten Tag war das Verlangen da. Ich drückte demselben Kumpel zwanzig Euro in die Hand und fragte, ob er mir etwas besorgen könne. Er stellte mich einem Typen vor, das Geld wechselte den Besitzer, und ich hielt mein erstes eigenes Päckchen in den Händen: drei Gramm grünes Glück.
Von diesem Moment an gab es kein Halten mehr. An jedem verdammten Schultag rauchten wir in jeder einzelnen Pause einen Joint. Ich fand mich selbst unendlich cool dabei. Die Droge war mein Ticket in eine Gemeinschaft; plötzlich fand ich viel besseren Anschluss zu meinen Mitschülern, weil sie im Grunde alle konsumierten. Wir waren eine Clique, verbunden durch den süßlichen Rauch.
Es vergingen mehrere Wochen, in denen der Nebel mein neuer Normalzustand wurde. Bis zu jenem Tag, an dem wir Metallunterricht in der Werkstatt hatten. Zwischen dem Geruch von Maschinenöl und glühendem Eisen kam ein Mitschüler auf mich zu. Seine Hand war ausgestreckt. Auf seiner Handfläche lag eine kleine, leuchtend blaue Pille, geprägt mit einem sauberen Emblem.
„Willst du mal probieren?“, fragte er.
Es war Ecstasy. Ohne Sekundenzögern, ohne auch nur einen Gedanken an die Konsequenzen zu verschwenden, griff ich zu und schluckte die Pille hinunter. Eine halbe Stunde verging, in der ich mechanisch an meinem Werkstück weiterarbeitete. Dann passierte es. Wie aus dem Nichts fing mein Herz an, in rasendem Tempo gegen meine Rippen zu hämmern. Gleichzeitig schwappte eine gewaltige, warme Welle purer Euphorie durch meinen Körper. Jede Faser in mir vibrierte. An dieser kleinen blauen Pille fand ich noch viel mehr Gefallen als am Cannabis. Die Sucht hatte eine neue Stufe gezündet. Schon am Folgetag war mein erster Gedanke: Ich brauche mehr. Ich fragte einen Kumpel nach zehn Ecstasy-Tabletten, und über eine Freundin von ihm wechselten die Pillen schließlich in meinen Besitz.
 
Kapitel 2: Rhythmus, Pepp und Funky House
Ein halbes Jahr verging wie im Flug. Der Winter wich den ersten warmen Strahlen des Frühlings 2003. Das Wochenende stand vor der Tür, als das Telefon klingelte. Eine gute Freundin war dran und fragte mich aufgeregt, ob ich Lust hätte, auf eine angesagte, private Houseparty mitzukommen. Ich überlegte nicht lang. „Klar, ich bin dabei.“
Es war ein Samstagabend, Punkt 20:00 Uhr, als meine beste Freundin mich abholte. Wir luden noch zwei weitere Freunde ins Auto und machten uns auf den Weg zu meiner allerersten echten House-Music-Party. Schon während der Fahrt spürte ich, wie das Adrenalin durch meine Adern schoss. Als wir aus dem Wagen stiegen, stand ich regelrecht unter Strom vor Vorfreude auf das, was mich erwartete. Die Location war perfekt: ein einsames, freistehendes Haus, irgendwo im Nirgendwo auf dem Land, eingebettet zwischen weiten Feldern und Wiesen. Das Wummern der Bässe war schon von Weitem zu hören.
Kaum hatte ich die Türschwelle übertreten, schlug mir die Atmosphäre entgegen. Es lag eine megagute, beinahe greifbare euphorische Stimmung in der Luft. Und dazu lief sie – die gute, alte Funky House Music. Der Rhythmus ging mir sofort ins Blut. Was für eine unfassbare Erfahrung, auf meiner ersten richtigen Party zu sein! Mein erster Weg führte mich direkt auf die Toilette. Ich holte eine Ecstasy-Tablette heraus, spülte sie mit einem tiefen Schluck kaltem Bier hinunter und mischte mich unter die Leute. Das Haus bebte. Überall glückliche Gesichter, Menschen lachten, redeten wild durcheinander, und auf der Tanzfläche gab es kein Halten mehr.
Gegen Mitternacht trieb es mich mit einer Clique nach draußen an die frische Luft, um eine Zigarette zu rauchen. Die Nacht war kühl, die Gesichter erhitzt. Einer aus der Runde sah mich an und sagte beiläufig: „Komm, lass mal eine Nase Pepp ziehen.“
Zu fünft pilgerten wir zum Auto eines Freundes. Er zog ein kleines Tütchen mit weißem Pulver aus der Tasche – Amphetamin. Mit geübten Bewegungen schüttete er einen beachtlichen Haufen direkt auf die Motorhaube des Wagens und zog für jeden von uns…

Über den Autor

Name:
Dominik Schütze

Autorenvita:
Ich bin ein fröhlicher und emphatischer Mensch der in seinen Büchern sein Leben verarbeitet.

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