Wilde Catherine von Erik Heidenreich

Trotz ihrer ständig wechselnden Partner geht Catherine, einer vermeintlich lebensfrohen Amerikanerin mit französischen Wurzeln, ein Mann nicht aus dem Kopf: Karl, der 150 Jahre vor ihrer Zeit lebt. Beide haben sich als Kinder kennengelernt, als Catherine mit ihrem Vater auf einer Zeitreise im Jahr 1860 unterwegs war. Als einer ihrer Liebhaber sie im 21. Jahrhundert aufgrund ihrer Hypersexualität ins Rotlichtmilieu einführen will, hinterfragt sie sich selbst und beschließt, ihre erste und bisher einzige große Liebe zu suchen. Ihre zweite Zeitreise wird zu einer Reifeprüfung, die Catherine vor die Wahl stellt, mit Karl im 19. Jahrhundert zu leben oder ihr modernes Leben weiterzuführen.

wilde cathrine von erik heidenreich

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Buchdetails

Buchkategorie/Genre: Liebe, Romantik & Erotik

Gebundene Ausgabe

ISBN: 978-3758102035
Seitenzahl: 304
Verlag: Verlagshaus Schlosser
Erscheinungsdatum: 24. Dezember 2025
Preis: 28,90 Euro

E-Book

ISBN: 978-3758163517
Verlag: Verlagshaus Schlosser
Erscheinungsdatum: 24. Dezember 2025
Preis: 13,99 Euro

Über den Autor

Name des Autors:
Erik Heidenreich

Mehr Informationen zum Autor:
Der 1954 in Naumburg/Saale geborene Autor war jahrzehntelang Kämmerer seiner mittelbadischen Wohnsitzgemeinde und Geschäftsführer eines regionalen Energieversorgungsunternehmens. Er ist seit 1982 verheiratet, hat zwei Kinder und fünf Enkelkinder. Ebenso wie seine Romanheldin entschließt er sich, obwohl jahrzehntelang selbst kein Buch gelesen, etwas scheinbar Widersinniges zu tun: Den Science-Fiction-Liebesroman ‚Wilde Catherine‘ zu schreiben, der eine junge, extravertierte und selbstbewusste junge Frau in den Mittelpunkt stellt. Es ist der Auftakt einer Buchtrilogie über eine Person voller Gegensätze, die ihrem Herzen folgt und 150 Jahre zurück in die Vergangenheit gekehrt ist, trotz allem nicht daran denkt, sich den Konventionen und Regeln dieser Zeit zu unterwerfen, die als verheiratete Frau größten Wert darauflegt, mit ihrem Geburtsnamen angesprochen zu werden und die sich nach der Mode der Zeit, in der sie groß geworden ist, kleidet.
Lassen Sie sich überraschen von der Lebensgeschichte einer Frau, die die dunkle Seite ihrer Vergangenheit nicht bereut und über die ihr Vater einmal gesagt hat: „Bereits ihr Name ist Programm. Nehmt sie so, wie sie ist. Sie ist eben: Individuell.“

Leseprobe

Erster Teil: Mehr als nur ein Gefühl

Es war in einer jener Nächte, die so dunkel sind, dass man die Hand vor Augen nicht erkennen kann. Dazu regnete und stürmte es fürchterlich. Catherine war ganz allein, ohne zu wissen, wohin sie gehen sollte. Sie wusste nur eins: Dies ist nicht der Ort, wohin sie wollte. Ihre Zeitreise hatte sie 150 Jahre in die Vergangenheit gebracht. Woran sie nicht gedacht hatte: Der Standort der Zeitmaschine blieb gleich; sie erlaubte lediglich eine Reise durch die Zeit – in die Zukunft oder eben, wie sie es eingestellt hatte, in die Vergangenheit. In ihrem Fall war es das Jahr 1875. Als sie im Alter von fünf Jahren erstmals mit ihrem verstorbenen Vater in den Westen Nordamerikas gereist war, stand die Maschine rund 300 Meilen westwärts. Und dorthin wollte sie auch diesmal. Aber seit dem Tod ihres Vaters wohnte sie in der Familie ihres Onkels, der um dieselbe Distanz in Richtung Osten lebte. Er hatte sie zu sich aufgenommen. Dieses undefinierbare eiserne Metallgerüst mit den vielen Schaltern, Hebeln und Rundinstrumenten mitzunehmen, hatte er aber nur widerwillig geduldet. Die Zeitmaschine hatte, unter Strohballen
versteckt, in einem Winkel seiner Scheune während der letzten fünfzehn Jahre ein unbeachtetes Dasein gefristet. Catherine war jetzt zwanzig Jahre alt, und jeden Tag ihres bisherigen Lebens hatte sie an jene Begegnung mit dem Jungen von vielleicht neun Jahren denken müssen, den sie seither nie wiedergesehen hatte. Wie auch, denn er lebte im Jahr 1875, und sie war aus dem Jahr 2025 zurückgereist. Ihn wiederzusehen und zu erfahren, was aus ihm geworden war, hat sie nun zu diesem Abenteuer aufbrechen lassen. Das alles war jetzt aber unwichtig. Sie befand sich an einem ungastlichen, verlassenen Ort. Es regnete und stürmte und war so kalt, dass sie nicht wusste, wie sie die Stunden bis zum Morgen überstehen sollte. Sich wieder in die Zeitmaschine zu setzen und einen Tag vor oder zurück zu reisen, war unmöglich, da das komplizierte Chronometer nur einen Befehl pro Tag ausführen konnte.
„Hallo, ist hier jemand? Hört mich vielleicht wer?“ Ihre Stimme klang verzweifelt, und eine innere Unruhe breitete sich in ihr aus.
Sie stapfte los, ohne auf den Weg zu achten, der sie zur Maschine zurückbringen würde. Immer wieder rief sie in die dunkle Nacht, doch Regen und Sturm schienen ihre Stimme zu verschlucken. Sie war nass bis auf die Haut. Sie zitterte. Das Zeitgefühl hatte sie vollständig verloren. Sie dachte an ihren Vater. Bei ihm fühlte sie sich
geborgen. Er war ihr ein wichtiger Rückhalt. Zahlreiche Erlebnisse hatten sie eng miteinander verbunden. Als sie sich einmal verirrt und von der hereinbrechenden Dunkelheit überrascht worden war, hatte er nach ihr gesucht, bis er sie schließlich zusammengekauert unter einem Felsüberstand fand, unter dem sie sich in ihrer Not verkrochen hatte. Sie war sein kleines Mädchen, und er glaubte, nichts könne sie beide trennen. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Jetzt war sie allein in einer ähnlich beängstigenden Lage wie damals und hätte die Hilfe ihres Vaters dringend gebraucht. Zum ersten Mal kamen ihr Gedanken an ein nahes Ende. Doch diese dunklen Wolken wischte sie beiseite. In ihr erwachte ein unbändiger Wille zu überleben, diese Nacht zu überstehen und auf den nächsten Morgen zu hoffen. – Still! War da nicht etwas? Sie blieb stehen, orientierte sich und drehte den Kopf in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Aber neben dem Prasseln des Regens und dem Tosen des Sturms war nichts zu hören. Da war es wieder! Diesmal ganz deutlich. Es kam näher. Sie rief, nein,
schrie aus Leibeskräften:
„Hallo! Ich bin hier! Ich brauche Hilfe!“
Sie zitterte am ganzen Körper vor Anspannung. Wer wusste schon, was da auf sie zukam? Doch dieses Risiko einzugehen, entschied womöglich über Leben und Tod. Sie erkannte einen Schatten, der sich auf sie zubewegte. Ein Pferd mit Reiter, daneben ein Hund, der beide begleitete. Und sie schienen ihr wohlgesonnen. Ihr fiel ein Stein vom Herzen. Es war jemand da, der ihr helfen konnte. Sie war nicht mehr allein.
„Gott verdammt, was ist denn das? Wer treibt sich denn bei diesem Sauwetter hier draußen in der Wildnis herum? Allein und noch dazu als Frau, mitten im Indianergebiet. Wo kommen Sie denn her? Haben Sie sich etwa verlaufen?“, zischte der Unbekannte mit unterschwellig ironischem Ton, bevor er sich aus dem Sattel schwang.
„Bitte helfen Sie mir! Ich habe mich auf meiner Reise verirrt. Ich wollte nach La Grande, aber irgendwie ist etwas schiefgegangen, und jetzt weiß ich nicht, wo ich bin.“
„Sie wollten nach …“, er hatte es im Sturmgetöse kaum verstanden, „… wohin bitte? Nach La Grande? Das liegt doch 300 Meilen gen Westen. Das ist eine Strecke von mindestens einer Woche. Zu Pferd, wohlgemerkt. Wollen Sie mir etwa erzählen, dass sie sich hierher verirrt haben? Und wo ist eigentlich ihr Pferd?“
„Ich habe keins“, antwortete sie wahrheitsgemäß, was den Fremden noch mehr verwirrte.
„Und ihr Gepäck?“ Sie rang nach Worten.

Der Verlag

Webseite: verlagshaus-schlosser.de
Instagram: @verlagshausschlosser
Facebook: www.facebook.com/VerlagshausSchlosser

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