Richtig. Jetzt. von Clara Stern

  • Lesedauer:5 Min. Lesedauer
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare

Clara ist jung, erfolgreich und voller Energie – bis sie bei einer Not-OP nur knapp dem Tod entkommt. Der unerfüllte Kinderwunsch wird zur Belastungsprobe für sie und ihren Partner. Nach einem langen medizinischen und emotionalen Kampf wird sie mit Zwillingen schwanger. Doch eine schwere Diagnose stellt sie vor eine unmögliche Entscheidung: kämpfen oder loslassen. „Solange ihre Herzen schlagen, werde ich kämpfen.“ Als Harry an Krebs erkrankt, trennt sie sich zum Schutz der Kinder. Clara beginnt neu, meistert den Alltag allein und begegnet Robert – doch die Beziehung scheitert. Gerade als sie wieder Halt findet, erhält sie selbst eine erschütternde Diagnose. In der Malerei entdeckt sie neue Kraft – und trifft ihre Jugendliebe Jochen wieder. Zwischen ihnen wächst Vertrauen und Nähe. Doch kann Clara lernen, loszulassen und sich an etwas festzuhalten, das sie auffing – oder verliert sie sich, sobald sie aufhört zu kämpfen?

richtig jetzt von clara stern

Buchdetails

Buchkategorie/Genre: Familien- & Gesellschaftsromane, Romane & Erzählungen

Erschienen bei: Verlagshaus Schlosser

Taschenbuch

ISBN: 978-3-7581-0330-8
Seitenzahl: 394
Erscheinungsdatum: 11.06.2026
Preis: 14,90 EUR

E-Book/Kindle-Ausgabe

ISBN: 978-3758163920
ASIN: B0H7T8CC7W
Erscheinungsdatum: 06.07.26
Preis: 7,49 EUR

Leseprobe

Kapitel 1: Zurück ins Leben
Und plötzlich war Clara hier: Statt des glitzernden Anfangs, den sie sich ausgemalt hatte, empfing sie grelles Neonlicht, kalte Wände und das alarmierende Piepen von Monitoren. Eben noch hatte sie geglaubt, alles stünde auf Anfang, Herz weit, Kopf voller Pläne, bereit für das Unbekannte. Doch das Leben hatte andere Vorstellungen. Es öffnete die Tür zum Neuanfang und dahinter wartete kein Licht, sondern ein Schatten, den sie nicht bestellt hatte.
Ein Pochen setzte ein. Erst dumpf, dann scharf, dann allumfassend. Ihr Unterleib spannte, brannte, als würde jeder Atemzug das Feuer anfachen. Der Schmerz rollte durch sie hindurch wie eine Woge, ließ ihre Finger krampfhaft das Laken packen. Clara verzog das Gesicht, ein leises Wimmern entfuhr ihr. Na toll. Jetzt klinge ich schon wie ein verletzter Welpe, murmelte sie und biss sich auf die Lippe.
„Ganz normal“, kommentierte die Arzthelferin nüchtern, während sie mit dem Klemmbrett raschelte, ohne Clara überhaupt anzusehen. „Sie haben ein Schmerzzäpfchen bekommen. Das wirkt gleich.“ Clara konterte mit einem schmerzhaften Gesichtsausdruck: „Aha. Gleich. Wissen Sie, das sagen alle, gleich wirkt’s, gleich hört’s auf, gleich wird alles besser. Wissen Sie, was nicht gleich ist? Dass ich hier immer noch liege und es einfach … weiterhin höllisch weh tut.“ Die Arzthelferin hob kurz die Augenbraue, blieb aber unbeeindruckt. „Es braucht einfach ein bisschen Zeit.“ „Zeit?“ Clara stöhnte. „Ich dachte, ich bekomme Medizin und keine Einladung zu einem Geduldstraining.“
Doch nichts wirkte. Gar nichts. Die Medikamente, die Gebete, das stoische Warten, alles versickerte in einer endlosen Leere. Jeder Atemzug fühlte sich an, als würde er durch Glassplitter dringen, scharf und brennend. Ihre Brust hob sich mühsam, als kämpfe sie gegen eine unsichtbare Hand, die sie niederdrückte.Sie starrte an die Decke, dorthin, wo das grelle Neonlicht summte, unerträglich gleichmäßig, als wolle es sie verspotten. Jeder Herzschlag schien lauter, ungeduldiger, wie ein Trommeln gegen den eigenen Körper. Sie presste die Fingernägel in das Laken, bis sich winzige Halbmonde in die Haut gruben, ein verzweifelter Versuch, irgendwo Halt zu finden, wo längst keiner mehr war. Alles in ihr drehte sich nur noch um diesen Wunsch, der einmal Hoffnung geheißen hatte. Ihr Kinderwunsch, ein Traun vom Leben, drohte, ihr eigenes zu zerstören.
Währenddessen saß Harry draußen im Wartezimmer. Die Neonröhren flackerten auch hier, aber er nahm es kaum wahr. Sein Bein wippte unaufhörlich, die Hände verschränkt, die Schultern nach vorne gebeugt. Er hatte versucht zu lesen, die alte Zeitschrift lag halb geöffnet auf dem Stuhl neben ihm. Doch jeder Satz verschwamm nach der dritten Zeile.
Immer wieder hob er den Kopf, wenn eine Tür aufging. Immer wieder hoffte er, dass endlich jemand käme, um ihn zu informieren. Eine Krankenschwester, ein Arzt, irgendjemand. Doch niemand kam. Um ihn herum Stille, bis auf das leise Sirren der Neonröhren über ihm, das lauter wirkte als jedes Wort. Ab und zu durchbrach ein kehliges Husten die Luft, dumpf und müde, irgendwo vom anderen Ende des Flurs. Alles andere schien zu warten, den Atem anzuhalten, wie er selbst. Harrys Blick blieb auf die geschlossene Tür gerichtet, hinter der Clara lag. Er wusste nichts. Er ahnte nichts von dem, was sie gerade durchlitt. Aber er spürte, dass er ohnmächtig war. Und dieses Gefühl fraß mehr an ihm als jene Uhr, die hier im Wartezimmer langsam vorankroch.
Plötzlich öffnete sich die Tür und Harry fing Clara auf, die sich durch sie hindurchschob. Seine Hände zitterten, als er ihr die Jacke umlegte. „Ich fahre langsam, ganz langsam“, flüsterte er, als hätte er Angst, seine Stimme könnte ihr zusätzlichen Schmerz zufügen. „Langsam? Ich glaube, egal wie langsam du fährst… es tut trotzdem weh“, keuchte Clara, die Zähne aufeinandergepresst. „Tut mir leid … ich wünschte, ich könnte den Schmerz wegzaubern“, murmelte …

Über die Autorin

Name:
Clara Stern

Autorenvita:
Clara Stern, Jahrgang 1966, lebt in Bayern. Juristische Ausbildung, später Betriebswirtin. Eine Frau mit klarem Kompass für Gerechtigkeit, Strategie und Verantwortung. Sie hat gekämpft, gezweifelt, verloren – und immer wieder neu begonnen.
Clara Stern ist eine Frau, die nicht stehen bleibt. 150 % Frau: stark, verletzlich, entschlossen. Sie kennt Brüche, aber auch Aufbruch. Nach einem langen, schmerzhaften und zugleich heilsamen Weg hat sie gelernt loszulassen – nicht aus Schwäche, sondern aus Stärke.
Heute schreibt sie. Direkt, ehrlich, kompromisslos. Ihr Debütroman „Richtig. Jetzt!“ erzählt von Wandel, innerer Kraft und der Entscheidung, dem eigenen Leben mutig zu begegnen.

Social Media:
Instagram: @clarasternautorin

Jetzt kaufen bei …

Kurzlink: https://buecherversum.de/52s8

Über diese Buchwerbung

Urheberrecht: Die auf dieser Webseite veröffentlichten Inhalte und Werke unterliegen dem Urheberrecht und wurden mit der Genehmigung des jeweiligen Rechteinhabers auf dieser Seite veröffentlicht.
Links: Die Links auf dieser Website sind u. a. Werbelinks (Affiliate-Link), die auf die Buchseite des jeweiligen Online-Shops führen können. Es ist davon auszugehen, dass jeder Link ein Affiliate-Link ist oder sein kann. Den Nutzern entstehen dadurch keinerlei Nachteile.

Schreibe einen Kommentar

5 + 12 =