Ungeahnte Nähe: Marius und Nick von Martina Kurfürst

Bei einem Routine-Einsatz mit der Hundestaffel hat Marius nicht nur seinen Diensthund, sondern auch drei seiner Kollegen verloren. Auch wenn er nicht die Verantwortung für den Einsturz des Gebäudes trägt, fühlt er sich schuldig und lässt sich beurlauben. Eines morgens überfährt er beinahe einen braunen, dreckigen Hund mit dem Motorrad. Im ersten Moment denkt Marius Silas wäre zurück und folgt ihm bis zu einem Maisfeld. Dort entdeckt er zwischen den hohen Stängeln einen Toten. Der Hund jedoch ist verschwunden. Hat er sich ihn nur eingebildet? Und was hat es mit der entblößten Leiche auf sich?

Spät am Abend trifft er auf Nick, der mit seinem Wagen liegengeblieben ist. Er bietet dem jungen Mann seine Hilfe an und zum Dank lädt der ihn auf einen Kaffee ein. Es knistert gewaltig zwischen den beiden und anstatt Kaffee zu trinken, erleben sie eine intensive Nacht. Doch Marius kann sich zurzeit nicht auf eine Beziehung einlassen und verschwindet noch bevor die Sonne aufgeht. Nick bleibt zurück und weiß nicht mal seinen Namen.

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Buchdetails

Buchkategorie/Genre: Gay & Queere Bücher, Krimi, Thriller & Drama
Buchreihe: Band 4 der Reihe

Taschenbuch

ISBN: 978-3384712004
Seitenzahl: 312
Verlag: tredition
Erscheinungsdatum: 15.04.2026
Preis: 15,99 Euro

E-Book/Kindle Ausgabe

ASIN: B0GHHG1XZW
Verlag: Amazon KDP
Erscheinungsdatum: 15.04.2026
Preis: 3,99 Euro

Über die Autorin

Name der Autorin:
Martina Kurfürst

Webseite der Autorin:
www.martinakurfuerst.de

Die Autorin im Social Media:
Author Central: www.amazon.de/Martina-Kurfürst
Instagram: @martina.kurfuerst

Mehr Informationen zur Autorin:
Martina Kurfürst ist in der Nähe von Düsseldorf aufgewachsen, und hat einige Jahre in Hessen gewohnt. Seit 2013 wohnt sie mit ihrer Familie in einem kleinen Ort am Rand zur Eifel. Ihre Liebe zu Büchern begleitet sie bereits seitdem sie lesen kann. In ihrer Freizeit schreibt oder fotografiert sie, näht, oder ist in ihrem Garten.

Leseprobe

Kapitel 1

Mittwoch, 30. Juli

MARIUS

Nassgeschwitzt fuhr ich aus dem Schlaf hoch. Dunkelheit umgab mich und meine Hand strich suchend über den Schlafplatz neben mir. Dieser war kalt und leer. Wie so oft in den letzten Wochen wurde meine Brust eng, und wütend auf mich selbst kämpfte ich gegen die aufsteigenden Tränen an. Doch wie so oft verlor ich. Bilder tauchten vor meinem inneren Auge auf. Von dem Einsatz, der eigentlich ein Routineeinsatz werden sollte und dann alles schief ging. Der Einsatz der drei Kollegen und Silas das Leben gekostet hatte.
Ich hatte Glück im Unglück. Ein Teil des einstürzenden Gebäudes hatte sich über mir verkeilt, so dass ich mit ein paar gebrochenen Rippen, Pneumothorax, Prellungen und einer Gehirnerschütterung davongekommen war. Das gleiche Teil jedoch hatte meinen Diensthund an einer anderen Stelle unter sich begraben.
Silas.
Er war mein Ein und Alles, meine Familie und einer der besten Leichenspürhunde im aktiven Dienst. Ich presste mir mein Kissen ins Gesicht.
War, … er lebte ja nicht mehr.
Langsam wurde es in meinem Schlafzimmer heller. Korrekterweise nicht mein Schlafzimmer, sondern das der Ferienwohnung, in die ich mich geflüchtet hatte und in der ich seit ein paar Wochen abhing. In meiner Wohnung in Verl fiel mir die Decke auf den Kopf und ich hatte gehofft, dass ich fern von zuhause alles besser verarbeitet bekam. Nach dem Krankenhausaufenthalt war ich zwar bedingt dienstfähig geschrieben worden, hatte mich aber beurlauben lassen, um den verbleibenden Kollegen aus dem Weg gehen zu können. Tief in mir drin wusste ich, dass ich nicht schuld war. Doch ich hatte überlebt und drei unserer Kollegen eben nicht. So wurde ich regelmäßig beim Psychologischen Dienst in Bonn vorstellig und arbeitete daran mein Trauma zu bewältigen.
Ich war bei keiner der Beerdigungen gewesen. Bei mancher, weil ich selbst noch im Krankenhaus lag und bei mancher, weil ich mit meinen knapp sechsundzwanzig und Single, den Frauen und Kindern der Kollegen nicht begegnen wollte.
Mich hätte es dahinraffen sollen, denn es hätte keinen interessiert.
Gut, meinen Bruder Timo vielleicht. Durch den recht großen Altersunterschied hatten wir uns nie sonderlich nahegestanden und so gut wie keinen Kontakt mehr. Warum es mich dann gerade jetzt in seine Nähe zog, konnte ich selbst nicht beantworten. Ich war bisher nicht mal bei ihm gewesen. Stattdessen hatte ich mich in der Wohnung verkrochen und kam nur hervor, wenn mein Termin bei Dr. Martens, meiner Psychologin, anstand. Den Rest der Zeit verbrachte ich damit zu vergessen.
Mit schalem Geschmack im Mund schälte ich mich aus dem Bett, strich mir meine zu lang gewordenen Haare aus dem Gesicht und wankte ins Bad. Aus dem Spiegel sah mir ein völlig Fremder entgegen. Tiefe Ringe unter den Augen, unrasiert und die dunklen Haare zottelig. Ohne diesen Kerl zu beachten, stieg ich in die Dusche und ließ das warme Wasser über mich laufen. Danach versuchte ich zumindest die Haare etwas zu bändigen, doch zu einer Rasur konnte ich mich immer noch nicht aufraffen.
Nach zwei Bechern schwarzen Kaffee trat ich hinaus in die Sonne. Geblendet schloss ich kurz die Augen, setzte mir meine alte Sonnenbrille und den Helm auf und startete die Triumph Bonneville Speedmaster.
Immerhin war der heftige Niederschlag der Nacht rum und ich musste nicht im strömenden Regen auf die Bahn. Dr. Martens erwartete mich und von dem Kaff südlich von Bonn brauchte ich etwa eine halbe Stunde bis zu ihrer Praxis.
Gerade war ich auf die Bundesstraße abgebogen und wollte Gas geben, als etwas Braunes kurz vor mir die Straße querte. Erschrocken bremste ich und nur mit Mühe behielt ich die Kontrolle über die Speedmaster, die seitlich auszubrechen drohte. Schwer atmend und mit rasendem Puls suchte mein Blick den Randstreifen ab, von dem aus mich ein verdreckter brauner Hund hechelnd aus klugen Augen ansah.
„Silas?“
Verzagtes Schwanzwedeln. Unmöglich, das konnte nicht sein. Und doch hatte ich das Gefühl direkt in seine treuen Augen zu blicken.
Der Hund meldete kurz, sah mich auffordernd an und lief ein paar Schritte auf die nahe Weide. Ich schüttelte den Kopf. Sah ich schon Gespenster? Restalkohol konnte es nicht sein, den hatte ich seit Tagen nicht mehr angerührt, allerdings das Essen auch sehr vernachlässigt.
Erneut meldet der Hund kurz und auch wenn sich alles in mir sträubte, schaltete ich die Maschine aus, nahm den Helm ab und folgte dem Tier auf die Wiese. Als er sah, dass ich kam, lief er weiter.
Was tue ich hier nur? Ich verpasse meinen Termin bei Dr. Martens.
Immer wieder blieb das Tier kurz stehen, sah sich nach mir um, ob ich auch folgte und lief dann weiter. Ich hatte keine Ahnung, wie lange wir schon querfeldein gestapft waren. Meine Jeans war bis zu den Knien feucht und dreckverschmiert, sogar meine Jacke und mein Shirt hatten bereits Dreckspritzer. Na toll.

Der Verlag:
Webseite: www.tredition.com

Weitere Bücher des Verlags:
Amazon KDP
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