Ohne Original von Nils Anders

Ein verlassenes Militärgelände. Ein Zaun mit Stacheldraht. Ein Schild, das warnt.

Patrick nimmt Annika zum ersten Mal mit zu einem seiner Lost Places – ein überwuchertes Sperrgebiet irgendwo in Mecklenburg, über das kaum jemand etwas weiß. Perfektes Licht, verfallene Bunker, die Kamera immer griffbereit. Ein Abenteuer, wie er es schon dutzende Male erlebt hat.

Doch dieser Ort ist anders. Straßenlaternen, die sich mitten am Tag einschalten. Ein Pfeifton, der aus dem Nichts kommt. Und Fotos, die Dinge zeigen, die nicht da sein dürften.

Als Annika mit einer Platzwunde und ohne jede Erinnerung aufwacht, beginnt für beide ein Albtraum – denn was in diesem Wald geschieht, lässt sich nicht erklären. Und nicht vergessen. Je mehr sie herausfinden, desto weniger können sie der einen Frage ausweichen, die alles verändert:

Wer bin ich – und bin ich sicher, dass ich es wirklich bin?

ohne original von nils anders

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Buchdetails

Buchkategorie/Genre: Krimi, Thriller & Drama, Mystery & Horror
Buchtrailer: www.ohne-original.de/buchtrailer

Taschenbuch

ISBN: 979-8245420004
Seitenzahl: 99
Verlag: Amazon KDP, Nils Anders
Erscheinungsdatum: 12.04.2026
Preis: 10,90 Euro

E-Book

ISBN: 978-3695619795
Verlag: tolino media
Erscheinungsdatum: 20.04.2026
Preis: 3,99 Euro

Kindle Ausgabe

ASIN: B0GJD4BWLB
Verlag: Amazon KDP, Nils Anders
Erscheinungsdatum: 12.04.2026
Preis: 3,99 Euro

Über den Autor

Name des Autors:
Nils Anders

Webseite des Autors:
www.ohne-original.de

Der Autor im Social Media:
Instagram: @ohneoriginal

Mehr Informationen zum Autor:
Nils Anders, geboren 1981, lebt und arbeitet in Hamburg.Bereits in seiner Jugend erkundete er verlassene Gebäude und vergessene Orte – lange bevor Urban Exploration einen Namen hatte. Diese frühen Erfahrungen und die Faszination für psychologischen Horror, geprägt durch Stephen Kings Carrie, bilden die Grundlage für seine erste Novelle.Beruflich arbeitet er im IT–Bereich. Ohne Original ist sein Debüt.

Leseprobe

Vor Patrick schlängelte sich die Straße durch den Wald, Kilometer um Kilometer. Der Fahrtwind rauschte gleichmäßig. Vor ihm lagen zwei Tage ohne Verpflichtungen oder Termine. Sonnenlicht blitzte durch die Bäume und reflektierte auf der Straße. Perfektes Licht für das, was er vorhatte. Im Magen kribbelte es wie vor jedem neuen Abenteuer. In den Ruinen musste er niemandem etwas beweisen. Er konnte fotografieren und analysieren, ohne dass jemand etwas von ihm wollte.

Ein Blick zu Annika. Sie hatte den Kopf ans Fenster gelehnt, die langen blonden Haare fielen ihr über die Schulter. Verrückt, wie schnell alles zwischen ihnen gegangen war. Drei Wochen. Normalerweise hätte er nie jemanden mitgenommen – zu kompliziert, zu viele Fragen. Aber sie hatte die richtigen gestellt. Nächtelang hatte er ihr Fotos gezeigt und von seinen Reisen quer durch Europa erzählt. Geschichten von verlassenen Bunkern, überwucherten Industrieanlagen und verfallenen Krankenhäusern – von Orten, die auf geheimnisvolle Weise von ihren Bewohnern verlassen worden waren. Sie hatte verstanden, dass es nicht um verfallene Gebäude ging oder um fragwürdige Begeisterung für Militärzeug. Vielleicht hatte sie es auch nicht verstanden. Aber egal, sie hatte nachgefragt. Hatte zuhören wollen, und das war selten. Und so hatte er ihr vertraut. Vielleicht ein Fehler.

„Ist das nicht gefährlich?“, hatte sie gefragt.

Er versuchte, ernst zu bleiben. „Sehr gefährlich!“ Aber lange konnte er sein Grinsen nicht unterdrücken. „Vor allem wegen der vielen Geister, die dort spuken.“

Sie brachen in Gelächter aus. Annika verstand seinen Humor. Die Erinnerung ließ ihn schmunzeln. Und nun begleitete sie ihn zum ersten Mal bei einem seiner Abenteuer – zu den Lost Places. Es fühlte sich gut an. Anders, aber gut.

Ihre Finger trommelten leise. „Noch weit?“

„Ungefähr dreißig Minuten.“ Er grinste. „Ist eigentlich perfektes Licht jetzt. Für Fotos, mein ich.“

Sie nickte, lächelte ihn an. „Ja. Voll schön hier.“ Dann drehte sie sich zurück zum Fenster.

Patrick bog in einen überwucherten Weg ein, wich ein paar Schlaglöchern aus und brachte den Wagen zum Stehen. Die Abzweigung war leicht zu übersehen, doch er war vorbereitet.

„Bist du bereit für unser Abenteuer?“

„Ja, kann losgehen!“, Annika lächelte ihn an und hüpfte aus dem Auto. Er sah ihr kurz nach. Lederjacke, Jeans, weiße Sneaker. Für einen Lost Place denkbar ungeeignet. Jetzt war es zu spät.

Patrick hob Annikas Rucksack aus dem Kofferraum.

„Wow. Was hast du da drin? Steine?“

„Taschenlampe, Pflaster, Wasser, Notfallrationen für drei Tage …“, zählte sie an den Fingern ab, während sie sich den Rucksack umschnallte. „Du weißt schon. Falls was ist.“

„Hat bisher immer geklappt.“ Er tätschelte seine leere Hosentasche.

„Ja.“ Sie zog den Rucksack fester. „Berühmte letzte Worte.“

Beide grinsten. Das war es, was er an ihr mochte. Diesen trockenen Humor.

Der rissige Betonweg knirschte unter den Schuhen, als sie in den Wald hineinwanderten.

„Ich bin gespannt darauf, mal hinter die Kulisse deines Kanals zu schauen“, sagte Annika. „Was glaubst du, was wir hier finden werden? Wird es gruselig? Ich hoffe, es wird ein bisschen gruselig!“

„Ich weiß noch nicht genau.“ Er zuckte mit den Schultern, sein Blick wanderte durch den Wald. „Besonders viel hab ich über den Ort nicht herausgefunden. War wohl mal ein ehemaliges Militärgebiet, aber wozu genau …“ Er brach ab, suchte nach etwas zwischen den Bäumen, das dort nicht hingehörte. Noch war da nichts. „Ich schätze mal, irgendein Depot. Oder Übungsgelände. Nichts Spektakuläres. Die meisten Lost Places sind ehrlich gesagt ziemlich banal, wenn man ihre Geschichte kennt.“

„Vielleicht finden wir ja irgendwelche mysteriösen Hinweise!“ Sie grinste ihn an.

„Ja, vielleicht.“ Er nickte. „Kommt öfter vor, als man denkt. Alte Dokumente oder so. Daraus kann man dann Rückschlüsse ziehen. Aber!“ Er hob den Zeigefinger und versuchte, streng zu gucken. „Nichts mitnehmen außer Erinnerungen und Fotos. Nichts dalassen außer Fußabdrücke.“

„Ehrenwort.“ Sie lachte.

Der Weg zog sich schnurgerade zwischen den Bäumen hindurch. Patrick deutete nach vorne.

„Guck mal, da kommen erste Gebäude. Das sind die Pförtnerhäuschen, da war früher ein Checkpoint, um aufs Gelände zu kommen.“

Mit jedem Schritt nahmen die Bauwerke mehr Form an. Auf der linken und rechten Seite des Weges standen zwei eckige, zweistöckige Gebäude. Früher waren sie vermutlich einmal gelb gewesen, jetzt war die Farbe verblasst, an einigen Stellen schaute das Mauerwerk durch. An sie grenzte ein etwa vier Meter hoher, rostiger Zaun an, mit Stacheldraht obendrauf. Von den Gebäuden aus verschwand er auf beiden Seiten im Wald und zog sich auch über den Weg selbst – Betonblöcke versperrten zusätzlich die Durchfahrt. Die Fenster im Erdgeschoss der Gebäude waren mit Holzplatten vernagelt, im zweiten Stock zersprungene Fensterscheiben. Wie Augenhöhlen. Annika blieb stehen und blickte am Zaun entlang nach oben.

Die Verlage

tolino media: www.tolino-media.de
Amazon KDP: www.kdp.amazon.com

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Amazon KDP, tolino media

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